Smart Metering mit KNX ist bereits Realität

Energieverbrauch erkennen – Energieverbrauch optimieren

Smart Metering bedeutet so viel wie „klug messen“. Ein Smart Meter im Keller ersetzt den herkömmlichen Stromzähler, denn im Gegensatz zu diesem zeigt er auf einer Visualisierung an, wann wofür wie viel Elektrizität, Wasser, Gas und Öl verbraucht wird. Dies hilft, sparsamer und effizienter mit Energie umzugehen. Intelligente Stromnetze, so genannte Smart Grids, zeigen dem Verbraucher zudem, wann günstige Energiespitzen vorhanden sind.

Für mehr Transparenz beim Energieverbrauch erfasst der Smart Meter oder der elektronische Haushaltszähler (eHZ), wie er auf Deutsch heisst, alle wichtigen Daten und wertet sie aus. Er setzt so einen neuen Standard für die effiziente Energienutzung und Energieeinsparung. Dank eHZ kann der Kunde seinen Verbrauch im Gebäude zeitnah beobachten und bewusster steuern. Produziert zum Beispiel die Solaranlage auf dem eigenen Dach gerade viel Strom, ist es klug, die Wasch- oder Geschirrspülmaschine sofort in Betrieb zu setzen.

Der KNX Energiezähler bildet in Verbindung mit einem Datengateway die Basis für Smart Metering. Der Zähler erfasst den Energieverbrauch aller angeschlossenen elektrischen Verbraucher und gibt diese Informationen an das Datengateway weiter. Hier kann der Nutzer und später allenfalls auch der Energiedienstleister den aktuellen Verbrauch jederzeit abrufen. So unterstützt KNX bereits heute die Nutzer beim effizienten Gebäudemanagement. Gemessen werden Strom und Spannung sowie weitere elektrische Grössen wie Wirk-, Schein- und Blindleistung, Leistungsfaktor und Frequenz. In ein KNX System können zudem mit entsprechenden ECA Interfaces (Energie Cost Allocation) wahlweise M-Bus- oder Impulszähler auch herstellerunabhängig integriert werden.

 
Smart Metering mit KNX ist bereits Realität

Bildquelle: ABB

Verbrauchsverhalten beeinflussen

Der Kunde kann in den leicht verständlichen grafischen Darstellungen die erfassten Verbrauchswerte ablesen und sein Verhalten punkto Energieverbrauch optimieren. Das Ergebnis ist ein persönliches, aktives, umfassendes Energiemanagement. Zudem können die Daten gesammelt und über die Jahre verglichen werden. Der „Tacho für das Gebäude“ optimiert aber nicht nur die Energienutzung, sondern zeigt auch, ob die Haustechnik optimal arbeitet oder nicht.

Aufzeichnungen von Smart Meters und deren grafische Darstellung haben in der Praxis schon manche Fehlerquelle innerhalb der Gebäudetechnik entdeckt. So kam es schon vor, dass ein Rückschlagventil nicht richtig eingestellt war und der angeschlossene Boiler auch die Heizung mit Wärme versorgte. Oder ein Raumfühler steuerte nicht den richtigen Fancoilregler an. Es sind Dinge, die ohne Visualisierung und Transparenz unter Umständen während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes unnötig und unmerklich Energie verbrauchen.

 

Smart Grids

Unsere Häuser funktionieren energetisch nicht als Inseln, sondern sind ins nationale und internationale Stromnetz eingebunden. Dieses erlebt derzeit grosse Veränderungen. Die grossen Elektrizitätswerke haben kein Monopol mehr auf die Stromerzeugung, diese geschieht zunehmend auch dezentral mit vielen kleineren und grösseren Solar-, Wind- und Biomasseanlagen auf Privathäusern, Bauernhöfen oder auf Industriedächern. Stromverbraucher werden auch zu Stromerzeugern, die ebenfalls Energie ins Netz einspeisen. Die Stromnetze nach heutigem Stand der Technik sind für die dezentrale Stromproduktion allerdings nicht gewappnet.

Moderne Netze müssen intelligent sein, sie sind untereinander vernetzt und kommunizieren auch mit den Gebäuden über Stromangebot und -nachfrage. Die Entwicklung so genannter Smart Grids, also intelligenter Stromnetze, ist deshalb unabdingbar. Smart Grids ermöglichen sogar die direkte Kommunikation zwischen den Verbrauchern und dem Energieversorgungsnetz. Das Datengateway steuert in diesem Fall nutzeroptimiert einzelne Anlagenteile. Grosse Energielasten lassen sich so in kritischen Situationen vom Energieversorgungsnetz nehmen oder bei Bedarf auch zuschalten. Auch dies optimiert den Energieverbrauch und steigert die Energieeffizienz.

 

Rechtliches

Memberbereich

KNX Swiss

KNX Swiss Geschäftsstelle
Technoparkstrasse 2
CH 8406-Winterthur

Tel.  +41 52 202 72 60
E-Mail: knx@knx.ch

Media Channels

Twitter
Facebook