NPK Gebäudeautomation auf der Zielgeraden.

29.08.2016
Article de: René Senn

Planer, Installateure, Integratoren und Hersteller können sich freuen: Mit dem neu erarbeiteten NPK GA liegen ab 2017 auch in der Gebäudeautomation Grundlagen für eine standardisierte Ausschreibung vor. Dies erleichtert die Prozesse, schafft Sicherheit und Transparenz bezüglich Qualität und liefert die Basis für einen einfachen Vergleich der Angebote. Infoveranstaltungen und Schulungen sollen den Anwendern die Umstellung auf das neue System erleichtern.

Das Projekt war von Anfang an breit abgestützt, die öffentlichen Bauherren haben sich ebenso für die Erarbeitung eines einheitlichen Ausschreibungsmodells stark gemacht wie wichtige Branchenverbände und Firmen. Gut drei Jahre haben die Projektbeteiligten standardisierte Textbausteine für die Beschreibung der allgemeinen Arbeiten, des Managementsystems sowie der Anlagen- und Raumautomation erarbeitet. Ab 2017 können die Normpositionen in allen drei Landessprachen eingesetzt werden. Die 25 Projektpartner und 10 Projektträger trafen sich Mitte Juni in Bern, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Sie waren sich einig, dass auch für die Umsetzung das gemeinsame Engagement aller Beteiligten notwendig ist.

 

Erste Praxiserfahrungen
Am Beispiel einer Musterausschreibung konnten erste praktische Erfahrungen gesammelt werden, und eine erste Anwendung mit einem zertifizierten Anwenderprogramm hat gezeigt, dass der NPK Gebäudeautomation auch digital funktioniert. Für Peter Siegenthaler, der eine Offerte auf der Basis des neuen NPK GA erstellt hat, ist der Aufwand für den GA-Unternehmer am Anfang hoch. Er ist überzeugt, «dass die Umstellung ein Umdenken verlangt», sieht aber mittelfristig eine grosse Chance für die Gebäudeautomation. Die Umsetzung des NPK wird auch in diesem Bereich zu mehr Genauigkeit bei Kalkulation und Submissionseingaben führen und somit Planern und Endkunden den Angebotsvergleich erleichtern. Für Daniel Knopf, Viscom Engineering AG, steht fest, dass «die Zusammenarbeit von Planern und GA-Unternehmern vor allem am Anfang ein entscheidender Faktor sein wird, um die Umsetzung voranzutreiben».

 

Vereinfachungen und Weiterentwicklung
Genau damit beschäftigen sich die Projektbeteiligten momentan: Zum einen prüfen sie die Zusammenstellung möglicher Module, um die Anwendung der Normpositionen zu vereinfachen. Zum anderen planen sie mit Verbänden und Firmen Infoveranstaltungen und Schulungen, die den Bauherren, Planern und den Integratoren die Umstellung erleichtern und den Nutzen einer standardisierten Ausschreibung verdeutlichen. Eine ERFA-Gruppe soll dafür sorgen, dass die Inputs und Erfahrungen aus der Praxis kontinuierlich aufgenommen und die NPK-Kapitel weiterentwickelt werden.

 

Weitere Infos siehe nachfolgender Link

 

Projektpartner
Folgende Projektpartner haben den fachlichen Input geliefert und die notwendigen Ressourcen für das Ausschreibungsmodell bereitgestellt:

ABB Schweiz AG, Amt für Hochbauten Stadt Zürich, Alpiq InTec Ost AG, Amstein + Walthert AG, Beckhoff Automation AG, Belimo Automation AG, Bühler + Scherler AG, Cofely AG, ETH Zürich, Feller AG, Griesser AG, Hager AG, Honeywell AG, Jobst Willers Engineering AG, Kieback & Peter AG, Leicom AG, Mivune AG, ProKlima, Saia-Burgess Controls AG, Sauter Building Control Schweiz AG, Siemens Schweiz AG, Theben HTS AG, Viscom Engineering AG, Wago Contact SA, Zumtobel Licht AG

 

Medienmitteilung des CRBs

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